Sickerleitungen – Sicherheits-Ring ums Haus

Gewartete Sickerleitungen tragen zum Werterhalt eines Hauses bei
Sickerleitungen sorgen für die Entwässerung einer Liegenschaft und bilden gewissermassen einen Sicherheits-Ring ums Haus.

Regenwasser dringt durch kleine Löcher in die Sickerleitungen ein – und wird auf diese Weise weggeführt. Das einfache System hält die Feuchtigkeit vom Haus ab und verhindert Überschwemmungen.

Sickerleitungen müssen regelmässig gewartet werden, denn die Löcher verstopfen leicht. Kalk, Schlamm (bei geringem Gefälle) und Wurzeleinwuchs sind in der Regel die Übeltäter.
Je nach Bodenbeschaffenheit und Lage einer Liegenschaft sollte man Sicker- und Meteorleitungen jedes Jahr oder alle zwei bis drei Jahre gründlich reinigen lassen.

Bei Neubauten ist ein regelmässiger Rohrunterhalt besonders angezeigt, weil sich der Boden noch dynamisch verhält. (Achtung bei Fertigstellung eines Hauses: Vergessen Sie die Schluss-Spülung nicht.)

Gegen Feuchtgebiete

Verstopfte Sickerleitungen mindern die Wertbeständigkeit einer Liegenschaft. Gelangt das Regenwasser nicht mehr in die Rohre, erhöht sich der Grundwasserspiegel und das nicht richtig abgeführte Bodenwasser führt auf die Dauer zu feuchten Wänden und im Winter zu erhöhtem Heizaufwand.

Hält der Zustand an, kann es zu Schimmelbildung und Zerstörung der Bausubstanz führen.

Wer sein Eigentum umsichtig pflegt und unterhält, auch das Entwässerungssystem, verlängert die Lebensdauer des Hauses und spart langfristig Geld.
Zu den Meteorleitungen zählen alle Entwässerungsrohre, in die Regenwasser gelangt. Wie die Dachwasserleitungen, Terrassenabläufe, Sickerleitungen, Drainage-Leitungen und Spitzenbrecher-Drainagen. Die Meteorleitungen münden in den Schlammsammler, von dem aus das Wasser in die öffentliche Regenwasser-Kanalisation gelangt.
(Bild: Verkalkter Einlauf in Schlammsammler)

Zerstörerische Wurzelstränge

Kalk- und Schlammablagerungen oder Wurzeln können die Leitungen derart verengen, dass womöglich schon das nächste Gewitter zum persönlichen Drama führt. Denn ein solches ist eine Überschwemmung fast immer: Wasser zerstört geliebte Möbel, das Album mit den alten Familienfotos oder den teuren Teppich.

Es empfiehlt sich, wartungsseitig auf Meteorleitungen besonders zu achten.
Wurzeleinwuchs in eine Meteor-Leitung: Wurzeln können gravierende Schäden im Entwässerungssystem verursachen. Im Bild meterlange Wurzelstränge, die über einen Schlammsammler (Schacht) ans Tageslicht befördert wurden. Zum Einsatz kamen, um die Wurzeln zu lösen, unter anderem Wurzelschneider und Kettendüsen.

Danach spülte RohrMax das Rohr mit Hochdruck durch.

Die nachfolgende Kanal-TV-Untersuchung zeigte auf, dass das PVC-Rohr (150 mm Durchmesser) beschädigt war. Die Wuzeln hatten sich auf einer Länge von über 28 Metern im Rohr ausgebreitet. So konnte die Meteor-Leitung – nebst dem teuren Schaden – auch die Funktion der Grundstücks-Entwässerung nicht mehr erfüllen.

Drainage-Leitungen

Drainage-Leitungen funktionieren wie Sickerleitungen. Sie befinden sich jedoch maximal 30 Zentimeter tief im Boden und dienen der Entwässerung von Plätzen. Wie beispielsweise der Entwässerung von Fussballplätzen.

Spitzenbrecher-Drainage

Diese Art der Drainage reguliert den Grundwasserspiegel bei hohem Wasserdruck in Hanglage. Durch kleine Löcher unten im Rohr drückt Wasser hoch, oben ist das Rohr geschlossen.